WINTERSPIELBETRIEB – DAS IST ZU BEACHTEN!

Winterspielbetrieb – Informationen für Golfspieler:

Temporäre Platzsperren, eingeschränkte Benutzung von Carts und Trolleys und das Ausweichen auf so genannte Wintergrüns zeigen, wie die Benutzbarkeit der Golfanlagen bei Nässe, Reif, Frost, Eis und Schnee oft erheblich eingeschränkt werden muss. Denn das Bespielen, insbesondere der empfindlichen Grüns, führt bei widrigen Witterungsbedingungen oft zu nachhaltigen Schäden. Diese kommen teilweise erst Jahre später zum Tragen und ihre Beseitigung ist mit erhöhtem Pflegeaufwand oder gar Umbaumaßnahmen verbunden. Denn bei Temperaturen unter 4°C findet kein Rasenwachstum mehr statt, ein solches Wachstum ist aber unerlässlich für die Regeneration der Fläche.

Platzsperre – warum?
Fußtritte und Fahrspuren bei Frost zerstören das Pflanzengewebeder Gräser und hinterlassen hässliche Narben im Rasen // Tritt- und Fahrspuren stören über einen längeren Zeitraum die Optik der Rasenflächen, zum Teil bis in die Sommermonate hinein // Die Erholungsphase der Rasenflächen im Winter kann
mehrere Wochen dauern // Beschädigte Pflanzenteile werden leichter von Krankheitserregern befallen // Feuchte Böden werden bei Belastung stärker verdichtet; Schäden am Grasbestand und Bodenverdichtungen fördern das Einwandern von Unkräutern und insbesondere Poa annua (Jähriges Rispengras) sowie die Anfälligkeit gegenüber Rasenkrankheiten. Hierdurch wird die Qualität der Rasenflächen negativ beeinflusst, die Putteigenschaften der Grüns werden verschlechtert.

Was für das Trolley- und Cartverbot spricht…
Golfer, die ihre Bags tragen, haben zwar in der Regel einen etwas höheren Bodendruck als Golfer, die ihre Bags auf Trolleys (je nach Bereifung) schieben oder ziehen, dennoch sprechen einige Gründe für das Verbot von Trolleys und insbesondere von Carts: Ein Golfer mit Trolley belastet etwa die 10-fache Fläche // ein Cart belastet etwa die 50-fache Fläche // Der Bodendruck durch Carts ist etwa doppelt so hoch wie bei Trolleys // Engstellen werden durch Trolleys und Carts an den gleichen Stellen wiederholt belastet // „Tragende” Golfer weichen automatisch Nassstellen aus – Cart-Fahrer hingegen jedoch nicht unbedingt // Aufspritzendes Dreckwasser durch Carts hindern die Gräser an der Fotosynthese.

Sperrungen auch auf benachbarten Golfanlagen können unterschiedlich gehandhabt werden. Dies mag zum einen an kleinklimatischen Unterschieden liegen, so können bereits ein paar Kilometer Luftlinie starke Abweichungen bei den Niederschlägen bzw. bei den Temperaturen bedeuten. Zum anderen haben die Golfanlagen zum Teil erhebliche Unterschiede bei den pflanzenbaulichen und vegetationstechnischen Voraussetzungen oder aber schlicht und einfach eine andere Bodenart. Daneben spielt aber auch die Nutzungsfrequenz der Anlage sowie die Philosophie und finanzielle Ausstattung des Golfclubs oder Betreibers eine Rolle. Rasenflächen unterliegen zwar einer natürlichen Abnutzung, diese wird durch Benutzung bei ungünstigen Witterungsbedingungen aber erheblich beschleunigt. Wenn die Rasenflächen, insbesondere die Grüns, alle paar Jahre erneuert werden, kann mit diesen naturgemäß anders umgegangen werden als mit Grüns, die mindestens 30 Jahre halten müssen und entsprechend pfleglich behandelt werden sollten. Insbesondere während der Übergangszeiten im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr ist deshalb das Verständnis der Golfer für die Wachstumsbedingungen des Rasens besonders gefordert.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis!

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